Biodiversität: Warum Artenvielfalt unsere Gesundheit schützt

Shownotes

Was haben Straßenbäume, Vogelgesang und unsere Ernährung gemeinsam?

Mehr als man denkt. In der ersten Folge von „Bunt isst gut“ spricht Moderatorin Annette Weiß mit Prof. Dr. Aletta Bonn vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) darüber, warum Biodiversität weit mehr ist als Artenvielfalt.

Ihr erfahrt, 🌿 warum Biodiversität die Grundlage unserer Ernährungssicherheit ist, 🦋 weshalb der Verlust biologischer Vielfalt unsere Gesundheit gefährdet, 🌳 warum bereits 20 Minuten im Wald Stress reduzieren können, 🐦 weshalb selbst Vogelgesang nachweislich unser Wohlbefinden steigert, 🌾 welche Rolle Biodiversität für Landwirtschaft und Klimaschutz spielt, 🌼 und was jede und jeder von uns im Alltag für mehr Vielfalt tun kann – sogar auf dem Balkon. Eine Folge über die erstaunliche Verbindung zwischen Natur, Gesundheit und unserer gemeinsamen Zukunft.

Zu Gast Prof. Dr. Aletta Bonn Department Biodiversität und Mensch; Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Mehr Informationen • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ • Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) • Friedrich-Schiller-Universität Jena • Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) • Instagram: @kohlkosmos LinkedIn: gerne die obigen Adressen, und meine Adresse ist https://www.linkedin.com/in/aletta-bonn-57223527/

„Bunt isst gut“ ist ein Podcast des Leibniz-Instituts für Gartenbauwissenschaften, moderiert von Annette Weiß.

Transkript anzeigen

00:00:05:

00:00:08: Herzlich willkommen

00:00:09: bei BUND

00:00:10: ist gut, dem Podcast für kluge Ernährung und gesunde Vielfalt.

00:00:15: Was hat die Vielfald auf unseren Feldern mit unserer Gesundheit zu tun?

00:00:19: Und wie abwechslungsreich sollte unsere Ernährungen eigentlich sein?

00:00:24: Moderatorin Anette Weiß spricht mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft über die Zusammenhänge

00:00:29: zwischen

00:00:30: biologischer Vielfalthe, Ernährungs- und unserer Gesundkeit Denn Vielfalt ist nicht nur für unsere Umwelt

00:00:36: wichtig,

00:00:37: sie gehört auch auf unsere Teller.

00:00:39: Bund

00:00:40: ist gut!

00:00:45: Wenn wir an Biodiversität denken haben viele von uns bunte Blumenwiesen oder bedrohte Tierarten vor Augen.

00:00:52: Doch

00:00:52: Biodiverität ist weit mehr als Naturschutz – sie ist die Grundlage unserer Ernährung, unserer Gesundheit und damit letztendlich unseres Lebens.

00:01:01: Und damit herzlich willkommen zu unserer allerersten Folge von BUND ist gut, dem Podcast für kluge Ernährung und nachhaltige Vielfalt.

00:01:11: Warum der Verlust biologischer Vielfald uns alle betrifft – und wer selbst Klima, Biodiversität und Gesundheit untrennbar zusammengehören?

00:01:19: Darüber spreche ich heute mit Prof.

00:01:21: Dr.

00:01:21: Aletta Bonn.

00:01:23: Sie leitet das Department Biodiversity & Mensch am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung im Rahmen des deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung.

00:01:33: Und sie hat außerdem eine Professur an der Universität Jena Inne.

00:01:39: Herzlich willkommen Aletta!

00:01:41: Ja, ich freue mich hier zu sein – vielen Dank!

00:01:48: Ich

00:01:53: weiß nicht, ob es einen Moment gab.

00:01:55: Aber ganz sicher Kindheitserfahrungen wie z.B.

00:01:58: am Bach spielen im Zeltlager mit dem Pfadfinanzeilen einfach draußen in der Natur zu sein oder auch Vogelstimmen im Wald zu hören – das sind sicherlich Beweggründe für mich

00:02:08: gewesen.".

00:02:10: Jetzt habe ich schon über Biodiversität etwas gesprochen aber was bedeutet das eigentlich?

00:02:17: Biodiversität bezieht sich auf die biologische Vielfalt, also die Vielfaltung des Lebens und das um fast drei Ebenen.

00:02:26: Also einmal die Vielfalterökosysteme – das sind zum Beispiel Lebensgemeinschaften und Landschaften.

00:02:33: Zweitens die Artenvielfalt.

00:02:36: Und drittens ganz wichtig die genetischen Vielfald innerhalb von Arten was auch ganz wichtig für Nutzpflanzen ist.

00:02:44: Absolut!

00:02:45: Aber warum ist eigentlich Biodiversität unsere Lebensversicherung?

00:02:50: Biodiverität leistet ganz viel für den Menschen.

00:02:54: Da ist es auf der einen Seite, das ist die Ernährungssicherheit.

00:02:58: Unsere Nahrungsmittel sind aus der Natur.

00:03:01: Gleichzeitig gibt es andere Versorgungsleistungen wie zum Beispiel Holz frisches Wasser sauberes Wasser oder auch regulierende Leistungen Wie zum Beispiel die Kühlung des Klimas, der Schutz vor Hochwasser.

00:03:17: Bestäuber Leistungen.

00:03:19: und dann natürlich ist Natur auch ganz wichtig für kulturelle Leistung wie zum Beispiel Inspiration, Erholung und auch

00:03:26: Wissen.".

00:03:28: Jetzt ist ja Biodiversitätsverlust in aller Munde – da geht es doch um Artenverluste von einzelnen Tieren oder Pflanzen!

00:03:36: Aber was bedeutet dieser Verlust eigentlich ganz konkret für uns Menschen?

00:03:43: zurzeit eine Aussterberate erleben, die etwa hundertmal höher ist als unter normalen Umständen und dadurch wird erwartet dass in den nächsten Hundert Jahren eine Million Arten vom Ausstärmen bedroht sind.

00:03:57: Das ist etwa ein Achtel!

00:03:59: Man muss sich das vorstellen, dass die acht Millionen Arten, die wir zur Zeit haben – also beschriebene Arten -, dass das so was wie der Teppich des Lebens ist Und darin wird ein Aachtellöcher gerissen.

00:04:11: Wir wissen nicht ganz genau, wo und welche Funktionen diese Arten haben werden.

00:04:17: Aber das ist ein bedrohlicher Zustand.

00:04:19: Wir wissen jetzt schon, dass von vielen Nutztierrassen viele ausgestorben sind.

00:04:24: Und die sind natürlich auch ganz wichtig für

00:04:26: Ernährungssicherheit.".

00:04:28: Tatsächlich auch von Nutztierrassen?

00:04:30: Ja es geht nicht nur um seltene Schmetterlinger oder um die Tiger...

00:04:36: Das globale Assessment von IBS, dem Weltbiodevisitätsrat hat festgestellt.

00:04:42: In den letzten Jahren waren über fünfhundert der sechstausend für die Ernährung und in der Landwirtschaft verwandten domestizierten Säugetierassen bereits ausgestorben.

00:04:54: D. h., es war schon ein Zehntel!

00:04:57: Und mindestens tausend weitere sind bedroht.

00:05:00: Das ist heftig – das hätte ich jetzt nicht gedacht?

00:05:03: Weißt du, welche Nutztierrassen noch auf dieser Liste?

00:05:07: Auf der wahrscheinlich roten Liste stehen.

00:05:10: Das wird ja nicht unser... Bei den Nutzerrassen

00:05:12: kenne ich mich tatsächlich nicht so genau aus.

00:05:14: Ich weiß aber natürlich dass wir konnten auch für Deutschland zeigen das zum Beispiel siebzig Prozent der Pflanzenarten über die letzten hundert Jahre schon abgenommen haben in ihrem Vorkommen.

00:05:25: Natürlich gibt es auch immer Gefinner und wir sehen auch in Deutschland also lokale Ausstärberaten haben.

00:05:32: Generell sind von allen Bekannten Tier- und Pflanzenarten etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent der Arten bedroht.

00:05:40: Unsere Podcastreie heißt ja Bunt Ist

00:05:43: Gut,

00:05:44: ganz bewusst mit Doppels von Essen.

00:05:47: Welche Rolle spielt jetzt eigentlich diese biologische Vielfalt oder anders gefragt auch dieser Biologische Artenverlust?

00:05:54: Erwähnt es gerade die Nutztierassen aber eben auch die Pflanzen für eine gesunde Ernährung.

00:06:00: Also dieser Verlust an biologischer Vielfalt und vor allem der genetischen Vielfald stellt eine ernsthafte Gefahr für die globale Ernährungssicherheit dar, da dadurch die Widerstandsfähigkeit vieler landwirtschaftlicher Systeme gegen Bedrohungen wie z.B.

00:06:14: Schädlinge, Krankheitsregel oder in Klimawalten untergraben werden.

00:06:19: Das heißt wir brauchen auch immer Wildpflanzen, die dort widerständig sind und wo man zum Beispiel auch neue Nutztier- oder Nutzpflanzen züchten kann.

00:06:29: Gleichzeitig ist es nicht nur für die Ernährungssicherheit wichtig, sondern auch für unsere weitere Gesundheit.

00:06:36: Zum Beispiel siebzig Prozent der Medikamente gegen Krebs nutzen Naturstoffe oder synthetische Stoffe, die aus der Natur inspiriert sind und hier ist natürlich ein ganz großes Potenzial weil wir immer weiter natürlich Medikamente entwickeln.

00:06:52: Auch ein spannender Fakt das wusste ich überhaupt nicht Wie trägst du eigentlich an deinem Job oder auch in deinem Forschungsbereich zum Erhalt der Artenvielfalt bei?

00:07:03: Also, du leitest ja sogar das Departement Biodiversität und Mensch am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung.

00:07:09: Und wie trägt deinen Job dazu bei?

00:07:14: Wir interessieren uns für die Verbindung zwischen Biodivisität und Menschen.

00:07:18: auf der einen Seite machen wir Forschung zu Biodifizitätswandel also wie sich die Biodisität verändert Und dort arbeiten wir vor allen Dingen auch mit Expertinnen und Experten aus der Gesellschaft zusammen, auf der einen Seite Fachgesellschaften, naturkundlichen Fachgeschaften.

00:07:33: Aber auch Mitgliedern von der Gesellschaft zum Beispiel über Citizen Science oder auch zum Beispiel Landwirten.

00:07:42: Gleichzeitig interessiere ich mich für Ökosystemleistungen – das hatte ich ja schon gerade angesprochen – die Benefits, die Menschen von der Natur erfahren ist ein Hauptaugenmerk von mir auch auf Biodiversität und Gesundheit, vor allen Dingen auch mentale Gesundheit wie zum Beispiel Wälder.

00:08:01: Also einen Aufenthalt im Wald sich z.B.

00:08:03: auf Stressreduktion auswirken kann Ja!

00:08:06: Und dann forschen wir eben auch gemeinsam mit Menschen in Bürgerforschungsprojekten zur Veränderung von Biodesität.

00:08:14: Das ist ein wesentlicher Punkt meiner Forschung.

00:08:17: Außerdem haben wir gerade heute mit dem wissenschaftlichen Beirat für globale Umweltfragen, für die Bundesregierung ein Bericht veröffentlicht umweltprägt Sicherheit indem wir feststellen das Umweltschutz und Klimaschutz auch gleich Gesundheitsschutz und Sicherheitsschutz ist.

00:08:37: Genau du hast es erwähnt genau am heutigen Tag Wir haben jetzt Ende Juni Ist tatsächlich Ein Gutachten erschienen von dem wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung globale Umweltveränderungen, kurz WBGU.

00:08:52: Und auch wenn die Folge gehört wird dann ist das gerade mal so zwei drei Wochen alt dieses Gutachten und darin wird betont dass Klima Biodiversität und Gesundheit unbedingt zusammengedacht werden müssen, dass man diese Themen nicht getrennt betrachten kann und es ist tatsächlich das hat mich sehr erstaunt von Sicherheitspolitik die Rede.

00:09:15: Ist das nicht ein bisschen übertrieben?

00:09:19: Ja, wir müssen leider feststellen dass globale Umweltveränderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Verschmutzung Sicherheitsrisiken sind.

00:09:29: Sie bedrohen unsere Lebensgrundlagen.

00:09:33: Diese sind übrigens auch schon angedacht oder integriert in der nationalen Sicherheitsstrategie werden aber jetzt oft vergessen.

00:09:41: Eine Verengung nur auf eine militärische Verteidigung betrachtet die kurzfristigen Risiken.

00:09:46: Die langfristig schleichenden Risiken für unsere Ernährungssicherheit werden dann manchmal in den Hintergrund gedrängt, wir müssen aber jetzt schon feststellen.

00:09:58: Sieben-dreißig Prozent der globalen Fischbestände sind jetzt schon überfischt.

00:10:03: bis zum Ende des Jahrhunderts erwarten wir Ernteverluste von sechs bis vierundzwanzig Prozent des Mais und bei Bestäubern und Insektenfressern in anderen Nützlingen.

00:10:15: Wenn die verloren gehen, könnte es global bis zu dreißig zu jährlichen finanziellen Verlusten von bis zu vierunddreißig Milliarden Euro führen.

00:10:23: IPEX gibt sogar noch viel größere Zahlen an.

00:10:26: In unserer Gesundheit wird die Entwicklung bis lang noch unerforster Medikamente gefährdet Und das könnten sich Infektionskrankheiten weiter ausbreiten.

00:10:34: Das ist auch jetzt schon der Fall.

00:10:36: Wir sehen dass sich der Nilvirus Durch Mücken zum Beispiel jetzt schon überträgt, das ist in Deutschland angekommen.

00:10:44: Und auch jetzt schon hat ein kurzerer Bericht des Welt-Biodiversitätsrats IBS festgestellt, dass etwa die Hälfte des globalen Bips moderat bis stark von der Natur abhängt.

00:10:57: Das heißt es fügt sich auch stark wirtschaftlich aus.

00:11:00: Desbruttoinlandproduktes des Bips?

00:11:03: Genau!

00:11:05: Das sind heftige Zahlen... Ich glaube, wir gehen davon aus, dass Ernährungssicherheit gewährleistet ist.

00:11:11: Dass alle unser Brot haben werden und die Kornernte gelingen.

00:11:16: Wenn man diese Zahlen hört, wird einem doch Angst und Bang zumute.

00:11:20: Da kann ich verstehen, dass von Sicherheit und Sicherheitspolitik die Rede war.

00:11:25: Was allein Insekten betrifft ... Wir haben Hochsommer.

00:11:29: Es kann jeder beobachten.

00:11:30: Früher in meiner Kindheit war das so viel mehr, was gesummt und gebrumpt hat.

00:11:34: Und wenn meine Kinder heute einen Mückenstich haben, dann klagen sie schon ... Da merkt man das dran.

00:11:40: Das ist wirklich heftig!

00:11:41: Danke für die Darlegung dieser Zahlen.

00:11:44: Ich möchte mal aber auf eine ... Positive Sache deiner Forschung nochmal zu sprechen kommen, die du auch fürhin schon erwähnt hast.

00:11:51: Nämlich dass das Wohlbefinden in der Natur also eigentlich beim Waldbaden gesteigert werden kann.

00:11:57: Da habt ihr ja spannende Studien gemacht!

00:11:59: Also einmal zu Waldgeräuschen und einmal zu Straßenbäumen.

00:12:03: Kannst Du die man näher erläutern?

00:12:06: Ja vielen Dank.

00:12:07: insgesamt Möchten wir dafür werben auch mit dem WGBU, dass natürliche Infrastruktur ein Gegenstück sein kann und auch zum Klimaschutz, Biodiversitätsschutz und Gesundheitsschutz in Bezug auf mentale Gesundheit und Wohlbefinden.

00:12:24: Kann zum Beispiel einen Aufenthalt in der Natur sehr wohltrund sein?

00:12:28: Hier konnten wir zum Beispiel zeigen das allein zwanzig Minuten Aufenthalt in einem Stadtwald, merklich und signifikant zu Stressreduktion beiträgt.

00:12:39: Die Aufmerksamkeit wird erhöht und auch die guten Gefühle positive Emotionen werden erhöht.

00:12:46: Das Gleiche gilt übrigens auch für sechzig Sekunden Vogelgesang, die wir Studierenden in der Vorlesung vorgespielt haben.

00:12:55: Und bei einem noch härteren Faktor haben wir eine Studie zusammen mit der Universität Leipzig durchführen können wo wir eine Studie hatten, eine Kohortenstudie, wo fast Zehntausend Erwachsene untersucht wurden.

00:13:10: Und wir wussten wer Antidepräfizier war verschrieben bekommen hatte und das konnten wir in Beziehung setzen zu den Straßenberäumen direkt vor der Haustür also die Straßwäume, mit die man aus dem Küchenfenster sieht oder wenn man das Kind zur Schule bringt Wenn man einkaufen geht, weil man zur Arbeit geht, die man vielleicht noch gar nicht mal bewusst wahrnimmt.

00:13:29: Hier konnten wir einen direkten Zusammenhang Korrelativ zeigen, dass diejenigen Menschen, die mehr Straßenbäume direkt vor der Haustür hatten ein verringertes Risiko hatten, antidepressiver verschrieben zu bekommen.

00:13:43: Das heißt, Straßenbräume bieten natürlich Hitzeschutz, Geräuschschutz, Luftverschmutzungsschutz und gleichzeitig können sie für unser seelisches Wohlempfinden einen wichtigen Beitrag

00:13:56: leisten.".

00:13:57: Und Schattenspinnen sie auch in diesem sehr heißen Tagen, aber sehr erstaunlich.

00:14:01: Also Straßenbäume helfen gegen Depressionen.

00:14:05: Tolle Erkenntnis!

00:14:06: Du leitest ja zahlreiche Forschungsprojekte.

00:14:08: Welche Fragen beschäftigen euch momentan besonders?

00:14:12: Ein wichtiger Aspekt ist tatsächlich wie Biodiversität und Natur zur Gesundheit beiträgt und wie wir hier vielleicht auch Mechanismen entwickeln können dass wir dies besser in der Stadtplanung und Landschaftsplanung mit einbringen Und gleichzeitig auch in die medizinischen Intervention, dass man zum Beispiel im Bereich Public Health, zum Beispiel Waldbaden oder Gesundheitsspaziergänge oder Gärtnern tatsächlich als vorsorgende Gesundheitsmaßnahmen einbringen kann.

00:14:44: Hier arbeiten wir auch schon mit Krankenkassen zusammen und Medizinern – das finde ich ganz spannend!

00:14:51: Gleichzeitig finde ich spannend, wie unterschiedlich Menschen Biodiversität wahrnehmen.

00:14:58: Zum Beispiel über alle Sinne – übers Seen, übers Hören und auch über den Geruch oder Geschmack.

00:15:06: Und hier diese sinnliche Wahrnehmung, die uns dann mit Biodersität verbindet, das ist ein weiteres Forschungsfeld, das mich interessiert.

00:15:17: Biodiversität und eben der Verlust von Biodiverzität mit schlechten Nachrichten verbunden.

00:15:22: Wo siehst du Entwicklungen, die dir Hoffnung machen?

00:15:25: Ich sehe Hoffnung darin dass sich ganz viele Menschen für Biodivisität einsetzen.

00:15:31: wir haben zum Beispiel ein schönes Citizen Science Projekt Flow wo zurzeit über tausend Menschen unterwegs sind in ganz Deutschland um ihre Beche zu kortieren.

00:15:42: Und da haben wir auch Umfragen durchgeführt und Sie haben gesagt warum machen Sie das?

00:15:46: weil ich mich für meine lokale Natur einsetzen möchte, weil ich auch etwas verändern möchte.

00:15:52: Das gibt mir Mut!

00:15:53: Hier arbeiten wir zum Beispiel nicht nur mit Umweltverbänden zusammen sondern auch mit Anglerverbändnen und Schulen und ich sehe dass hier viele Berufsfelder wie zum Beispiel oder Freizeitbeschäftigung wie Angeln aber auch andere Berufshelder wie Landwirte, Förster und Jäger ganz viel Wissen zu Biodiversität haben auch Hüter sind.

00:16:16: Und dass man da gucken kann, wie können wir gemeinsam nicht nur Biodiverität schützen sondern auch wieder herstellen?

00:16:24: Das ist meine Hoffnung und hat mich als eine gute Nachricht.

00:16:28: Wir haben jetzt die Wiederherstellungsverordnung für die Natur.

00:16:33: Hier bereiten gerade alle Länder ihre Wiederherstellungpläne vor Und ich hoffe, dass sie dort mit allen Landwirten, Förstern und auch Anglern zusammenarbeiten können um dann zu sehen wie wir unsere Ökosysteme verbessern.

00:16:48: Wie können wir hier unsere Natur oder auch unsere lokale Natur wieder gesund machen?

00:16:53: Und dabei unsere eigene Lebensgrundlagen schützen natürlich nicht nur in Deutschland sondern auch weltweit und damit für Sicherheit in der Zukunft sorgen?

00:17:04: Das ist ein schönes Beispiel, dass auch jemand als einzelne Person aktiv werden kann bei viele Fragensechaner.

00:17:11: Was kann ich schon machen?

00:17:12: Die Politik müsste andere Weichen stellen.

00:17:15: Kann ich überhaupt als einzelner Person etwas bewirken?

00:17:18: und da nochmal die Frage an dich wenn man jetzt vielleicht nicht gerade in diesem tollen Citizen Science Projekt mitarbeitet welche kleinen Entscheidungen im Alltag machen tatsächlich einen Unterschied aus?

00:17:28: was kann der Einzelne tun?

00:17:31: Da gibt es vielleicht drei Aspekte.

00:17:34: Ganz klar können wir uns klimafreundlich verhalten.

00:17:38: In Bezug auf Biodiversität sind natürlich Konsumentscheidungen ganz wichtig, also welche Landwirtschaft möchte ich und wie kaufe ich auch ein?

00:17:47: Wie wähle ich vielleicht auch?

00:17:50: Und drittens auf der individuellen Ebene.

00:17:53: Vielleicht hat man einen kleinen Garten, einen Hinterhof und wenn man dort ein bisschen Wildnis zulässt Für Wasser, für Insekten.

00:18:05: Da kann man was machen und da ist oft weniger mehr.

00:18:09: Und das Programm heißt ja bunt ist gut.

00:18:13: Das heißt wie eine Feststellung Bunt ist an sich gut Aber es ist auch gut.

00:18:19: Das heißt, wenn man Lebensmittel anwält vielleicht kann man dort auch etwas bunte Vierfalt zulassen nicht nur in den verschiedenen Typen von Lebensmitteln und Nutzpflanzen sondern vielleicht auch die Wildkräuter zu lassen, die vielleicht auch noch einen Shadling Schutz bieten und vielleicht auch ein paar bunte Tupfer reinbringen.

00:18:39: Hier glaube ich, dass man dort sehr viel tun kann.

00:18:41: Und das Gute ist, dass für Biorevisität auch auf ganz kleiner Fläche was tun kann und da sieht man dann zum Beispiel daran, dass die Schmetterlinge wieder angelockt werden aber auch ganz viele Lebewesen, die man vielleicht gar nicht so sieht, die Bodengesundheit, die vielen Boden-Mikroatopoden.

00:19:00: Das sind Dinge, die Man auch tatsächlich selber befürworten kann und das geht sogar auf den Balkon

00:19:06: Also ein

00:19:06: Hoch

00:19:07: auf die Hobbygärtner, egal ob eigener kleiner oder großer Garten- oder Balkon.

00:19:11: Ich nehme das auch zu Herzen – wir haben hier nur wenige Quadratmeter, aber da werde ich doch gleich mal nachher was Bienenfreundliches pflanzen, was ich schon eingekauft habe!

00:19:20: Danke für diese Tipps!

00:19:21: Eine Frage noch ist ja schön wenn wir auf uns gucken und anfangen.

00:19:25: Und dennoch….

00:19:26: Was tun denn eigentlich Wissenschaftspolitik und Gesellschaft heute bereits?

00:19:31: Um Biodiversität zu schützen?

00:19:32: ….

00:19:33: Oder was ist deine dringende

00:19:35: Handlungsempfehlung?!

00:19:36: an die Politik.

00:19:38: Mit dem WBGU formulieren wir mehrere Handlungsempfehlungen, ganz klar ist der Stopp des Klimawandels und da der Ausstieg aus fossilen Energien ist ganz wichtig denn ein sich erhitzendes Klima- und extreme Ereignisse gefährden unser Leben und auch das der Biodosität in unserer Gesundheit.

00:19:59: Zweitens freue ich mich dass es die Biodiziert Strategie gibt Und auch die Wiederherstellungsverordnung.

00:20:07: Hier muss man über die verschiedenen Sekturen zusammenarbeiten und tatsächlich ins Handeln kommen, denn zurzeit ist jeder Euro der für Naturschutz ausgegeben wird, wird durch auch dreißig Euro für naturschutzschädliche Subventionen ausgegeben.

00:20:21: das heißt die Subvention müssen auch abgebaut werden.

00:20:24: Das heisst man muss auch den schädlichen Investitionen dort lassen.

00:20:29: Drittens ganz klar natürliche Infrastrukturen stärken und auch als von Überragenden im gesellschaftlichen Interesse wahrnehmen.

00:20:40: Und Gleichstellen der grauen Infrastruktur, also zum Beispiel Flüssenraum lassen die natürlichen Kohlenstoffspeicher wie Moore, Wälder und Auen schützen und dies auch in der Planung ganz fest verankern und dafür auch Finanzen bereit stellen.

00:20:58: so können wir unsere Lebensgrundlagen sichern.

00:21:02: Aletta, wenn wir uns um zwanzig Jahren wieder treffen werden?

00:21:05: Was hoffst du würden mir dann über Biodiversität sagen können.

00:21:09: Ich hoffe dass wir sie erleben können und dass wir Sie hören sehen und schmecken können und das wir sie als integral in unserem Leben erfahren und als gesundheitsfördernd und auch friedenstiftend sehen.

00:21:24: Dein Wort in meinem Ohr.

00:21:26: Wir haben heute gelernt, dass Biodiversität viel mehr ist als nur Artenvielfalt sondern auch die Grundlage unserer Ernährung und unserer Gesundheit der psychischen Gesundheit bildet und damit auch unsere Zukunft, unsere Ernährungssicherheit unseres Überlebens angesichts der zum Beispiel Umweltkatastrophen, die sich helfen.

00:21:44: Ganz herzlichen Dank an dich!

00:21:46: An Professor Dr.

00:21:47: Aletta Bonn für diese vielen Einblicke ja in die enge Verbindung zwischen Natur und Mensch.

00:21:53: Vielen Dank, Annette.

00:21:55: Und euch da draußen ganz herzlichen Dank fürs Zuhören bei Bunt ist gut!

00:21:59: In den nächsten Folgen schauen wir uns an wie sich diese Vielfalt ganz konkret auf unsere Lebensmittel, unsere Gesundheit zum Beispiel auch unseren Geschmack auswirkt oder was Pflanzen-, Insekten-Interaktion eigentlich isst, wie man sie fördern kann und wofür es Genbanken braucht.

00:22:16: Also abonniert unseren Podcast und bleibt

00:22:19: informiert.

00:22:24: Das war Bunt Ist Gut der Podcast für kluge Ernährung und gesunde Vielfalt.

00:22:29: Wenn dir diese Folge gefallen hat, abonniere den Podcast, teile ihn mit Freundinnen und Freunden

00:22:35: und folge

00:22:35: uns auf Instagram unter kolcosmos.

00:22:38: Bund ist gut.

00:22:39: entsteht im Rahmen des Projekts Sharp Greens am Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften und wird in Erforschungsinitiative für den

00:22:47: Erhalt der Artenvielfalt

00:22:48: durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

00:22:54: Bis zur nächsten Folge.

00:22:55: und denkt dran, bunt

00:22:57: ist gut.

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