Wie Pflanzen um Hilfe rufen – und wer ihnen zuhört

Shownotes

Pflanzen sprechen Chemie – die geheime Sprache der Natur

Pflanzen können weder weglaufen noch schreien. Und doch sind sie alles andere als wehrlos. Sie erkennen, wer sie angreift, senden Duftstoffe aus, locken Verbündete an und verteidigen sich mit einer beeindruckenden Vielfalt chemischer Botenstoffe.

In dieser fünften Folge von „Bunt isst gut“ besucht Moderatorin Annette Weiß die wissenschaftliche Direktorin des Leibniz-Instituts für Gartenbauwissenschaften (IGZ), Prof. Dr. Nicole van Dam, auf den Versuchsfeldern in Großbeeren.

Zwischen Kohlpflanzen, Radieschen und Blühstreifen geht es um die faszinierende Frage, wie Pflanzen mit ihrer Umwelt kommunizieren – und warum diese chemische Sprache entscheidend für nachhaltige Landwirtschaft und den Erhalt der Biodiversität ist.

In dieser Folge erfahren Sie, 🌿 warum Pflanzen ihre Angreifer erkennen können, 🦋 wie Duftstoffe natürliche Verbündete wie Schlupfwespen oder Marienkäfer anlocken, 🥬 weshalb Kohl Senföle und Glucosinolate produziert, 🌱 wie Pflanzen Schädlinge ober- und unterirdisch abwehren, 🐞 warum Mischkulturen und Blühstreifen helfen können, 🌍 und wie dieses Wissen den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel reduzieren kann. Eine faszinierende Reportage über Pflanzen, die mehr können, als wir ihnen lange zugetraut haben.

Zu Gast Prof. Dr. Nicole van Dam Wissenschaftliche Direktorin Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften (IGZ) 🔗 https://igzev.de/institut/mitarbeitende/detail/100017/nicole-van-dam 📸 Instagram: @kohlkosmos

„Bunt isst gut“ ist ein Podcast des Leibniz-Instituts für Gartenbauwissenschaften, moderiert von Annette Weiß.

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:09: Herzlich willkommen

00:00:10: bei BUND

00:00:10: ist gut, dem Podcast für kluge Ernährung und gesunde Vielfalt.

00:00:16: Was hat die Vielfald auf unseren Feldern mit unserer Gesundheit zu tun?

00:00:20: Und wie abwechslungsreich sollte unsere Ernährungen eigentlich sein?

00:00:24: Moderatorin Anette Weiß spricht mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft über die Zusammenhänge zwischen biologischer Vielfalthe, Ernährungs- und unserer Gesundkeit Denn Vielfalt ist nicht nur für unsere Umwelt wichtig, sie gehört auch auf unserer Teller.

00:00:40: Bunt

00:00:40: isst gut!

00:00:44: Herzlich willkommen zu Bunt Ist Gut dem Podcast für kluge Ernährung und nachhaltige Vielfald.

00:00:51: Heute bin ich am Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften.

00:00:55: Das ist das IGZ in Großbären in Brandenburg südlich bei Berlin Und Ich bin mit der wissenschaftlichen Direkturin verabredet Professor Doktor Nicole von Damm.

00:01:06: Ihr Forschungsgebiet ist die chemische Sprache der Pflanzen.

00:01:09: Wir wollen nämlich heute herausbekommen, welche Naturstoffe Pflanzen eine Resistenz gegen Schädlinge verleihen – etwa gegen Fraßfeinde, die die Wurzeln angreifen und wie sich auch die chemischen Zusammensetzung von Pflanzen verändert, die zum Beispiel auf Hitze, Trockenheit oder Bodenpilze reagieren müssen also auf diesen ganzen Umweltstress.

00:01:32: Es geht heute also um die unsichtbare Kommunikation der Pflanzen und die chemische Ökologie.

00:01:38: Und hier ist Nicole von Damm, eine international anerkannte Expertin.

00:01:43: Ich bin heute in ihrem Büro in Groß Bern am IGZ.

00:01:47: Damit herzlich willkommen, Nicole!

00:01:50: In deinem Podcast.

00:01:52: Ja, herzlich Willkommen auch für meine Seite und danke dass ich hier sein darf um was über mein Fachgebiet zu erzählen.

00:01:58: Nicole, die Pflanzen wirken ja eigentlich erst mal passiv.

00:02:01: Sie können sich ja nicht aktiv wehren, denkt man sie können nicht weglaufen wenn ein Schädling kommt, wenn irgendwas an ihn nackt und knabbert.

00:02:08: Sie kann nicht schreien oder um Hilfe rufen wenn sie angefressen werden.

00:02:12: aber trotzdem sind Pflanzen alles andere als wehrlos.

00:02:15: was können die denn?

00:02:17: Ja, das ist so.

00:02:18: Die Pflanzen scheinen irgendwie passiv aber das sind sie gar nicht.

00:02:22: Sie stehen da draußen und müssen natürlich damit dealen mit was auf die zukommt.

00:02:28: Und dafür haben sie eine ganz spezielle Strategie entwickelt, die wehren sich zum Beispiel mit chemische Abwehrstoffe.

00:02:36: Und auch ... sie können kommunizieren mit allerhand Organismen also die Guten sowohl als die Bösen mit Chemie.

00:02:45: Eigentlich könnte man sagen die Pflanzen sprechen mit einer artchemischen

00:02:49: Sprache.

00:02:51: Welche Rolle spielen dabei die sekundären Pflanzenstoffe?

00:02:54: Ich habe mich ja schon hier auch am Institut für Gartenbauwissenschaften mit Franziska Hanschen unterhalten, da haben wir vor allen Dingen über diese ganzen Öle und wo kommt eigentlich die Schärfe her im Kohl Gemüse darüber unterhalten also auch über die sekunderen Pflanzenstoffe.

00:03:09: und auch mit Fabian Weber von der Universität Kassel habe ich mich unterhalten eher dann zum Thema Geschmack.

00:03:15: Und jetzt ist es so, dass die kundiere Pflanzenstoffe tatsächlich auch eine Art Sprache der Pflanzen sind?

00:03:22: Ja das stimmt.

00:03:23: Also erstmal vielleicht mal zurück zu diese große Klassen von Metaboliten oder Pflanzenstoffen.

00:03:28: also es gibt primäre Metaboliden.

00:03:29: Das sind die Stoffe, die die Pflanze braucht um einfach zu leben zum Beispiel Aminosäure oder auch Zucker.

00:03:37: Und die Sekundäre, die sind ein bisschen später entdeckt geworden.

00:03:40: Deswegen heißt sie die Sekündär.

00:03:41: Die sind aber sehr wichtig für diese Interaktion mit ihrer Umgebung und da spiele nicht nur diese Glycosinolaten, die zum Beispiel bei Franziska Hanschen schon besprochen sind wahrscheinlich eine große Rolle, aber auch an tausende von anderen Stoffe.

00:03:57: also eine Pflanze kann z.B über tausend verschiedene Metaboliten produzieren

00:04:03: um

00:04:03: mit den verschiedenen Egonismen in ihrer Umgebung zu kommunizieren.

00:04:08: Was sind Metaboliten?

00:04:10: Ja, das ist ein... was wir als Pflanzenstoffe bedeuten, sorry!

00:04:14: Das Fachsprache.

00:04:16: Aber ja diese chemische Stoffe die sind sehr divers Die kann man wieder in verschiedene Strukturklassen und sie sehen ein bisschen anders aus.

00:04:23: also wenn man bisschen Chemie noch von der Schule sich erinnert dann kann man die Zeichnen dieser Stoffer.

00:04:28: Und da gibt es verschiedene Klassen zum Beispiel Duftstoffe die man selber auch kennt, also Gerüche von Blüte.

00:04:36: Da sind zum Beispiel Tachpäne dabei, die man auch kennt von Dufte, Orangen oder Zitrone – das sind meistens auch Tach-Päne!

00:04:45: Aber es sind auch Stoffe, in denen man nicht riechen kann aber nur schmecken kann und da sind schon die Gulkusinlaten dabei, aber auch Menschen kennen vielleicht Hochtanine aus der Wein, wenn sie sehr kraftig ist.

00:04:58: Und dann, wenn man da viel davon trinkt ist es nicht nur der Alkohol auch diese Tanine die dafür sorgen dass man nächsten Tag vielleicht in den Kopf Schmerzen hat.

00:05:07: Die sind eigentlich auch als Abwehrstoffe aus der Pflanze sag mal mitgekommen in unserem Rhein.

00:05:14: Habe ich dich richtig verstanden?

00:05:15: das heißt nur sekundäre Pflanzenstoffe weil man die erst als zweites entdeckt

00:05:20: hat?

00:05:21: Ja, das ist eine ganz lustige Geschichte.

00:05:23: Weil es gibt in Ende eighteenhundert war da schon ein Professor von der Friedrich Schiller Universität hier in Jena in Deutschland.

00:05:32: Egon Stahl hatte schon irgendwie festgestellt, dass in seinen Garten manche Pflanzen angefressen wurden von Schnecken und anderen nicht.

00:05:40: Und er hat da ein bisschen dran geforscht und festgestellt das müssen irgendwie Pflanzeninhaltsstoffe sein.

00:05:46: Ja natürlich hatten wir noch nicht die Technik um das alles so ganz genau festzustellen aber der hatte schon dieses Heftchen da übergeschrieben.

00:05:54: Das wurde dann auch von ein paar Kollegen gelesen und aufgenommen Aber irgendwann ist es wieder in der Geschichte verschwunden.

00:06:01: also nach Hört man nicht mehr so viel davon in der Literatur und erst nach dem Zweite Weltkrieg, so Ende fünziger Jahre ist das wieder aufgegriffen.

00:06:10: Ein anderer Kollegen hat dann mal gesagt aber die sekundäre Stoffe sind sehr wichtig, das sind keine Abfallstoffe.

00:06:16: Das haben die Pflanzenphysiologien, die Pflanze Physiologie hat sich sehr stark entwickelt.

00:06:22: Die haben erstmal nach diese primären Metaboliten geguckt zu verstehen, wie wächst eine Pflanze?

00:06:28: Eigentlich funktioniert die Pflanzen und haben gesagt ja diese Sekundäre das sind Abwahlstoffe.

00:06:33: Damit können wir momentan noch gar nichts!

00:06:35: Und erst Ende fünfzig Jahre ist das wieder aufgegriffen und dann ist es ein eigenes Fachgebiet geworden.

00:06:41: Chemische Ökologie also diese chemische Sprache der Pflanzer mit ihrer Umgebung.

00:06:45: Ja und der Universität in Jena bist du ja bis heute verbunden

00:06:49: oder?!

00:06:50: Ja, da habe ich auch noch eine Professorinne und mache da auch noch chemische Ökologie.

00:06:55: Es gibt da auch ein Max Planck für Chemische Ökologie, wo ich auch hier mit Kooperierer und der Egon Stahl hat irgendwie noch irgendwo mal in einer botanischen Vorlesungssaal ist er dann noch irgendwo so einen Stein, weil der war da so direkt auf einem Institut.

00:07:10: also der trifft man da irgendwie auch noch indirekt an

00:07:14: Sehr schön.

00:07:15: Jetzt möchte ich sehr gerne mit dir rausgehen, denn ihr habt ja hier nicht nur Verwaltungsgebäude und Labore.

00:07:21: Nein!

00:07:22: Ihr seid ja umgeben von wunderbaren Flächen – von Grünflächen.

00:07:26: Man glaubt gar nicht dass das hier ein wissenschaftliches Institut ist.

00:07:29: Man denkt man steht hier auf dem Acker.

00:07:31: Denn ihr habt vier Hektar Versuchsfläche.

00:07:33: Ein Achtel dafür sind biologischer Anbau.

00:07:36: Ihr habt sogar eine kleine Ecke mit Schaugärten.

00:07:39: Wenn wir jetzt mal über die Pflanzen- und Insekteninteraktion sprechen Und wie sich Pflanzen untereinander verständigen.

00:07:45: Wollen wir lieber rausgehen, Nicole?

00:07:47: Ja aber gerne!

00:07:48: Ich gehe gerne heraus... das ist auch was meine Leidenschaft ist mal die Pflanze anzugucken und was da so alles brist.

00:07:55: Prima dann packen wir jetzt unsere Sachen und gehen.

00:07:56: Ja, unbedingt.

00:08:10: So hier herrlich, dann tritt man aus dem Gebäude.

00:08:13: Ist ja ein bisschen wie dein Privatgarten, Nicole.

00:08:16: Naja, habe aber ganz viel Personal, die das für uns versorgen, dass es nicht mein Privatgrad ist.

00:08:23: Das ist praktisch.

00:08:24: Aber vielleicht darf ich darauf hinweisen, dass wir hier diese schöne Blütenstreife jetzt haben.

00:08:28: Dass auch für die Biodiversität sehr wichtig ist.

00:08:30: Das zieht auch bestäuber an und andere Insekten, die natürlich leben können von diesen Blüte, von den Pollern – das finde ich auch sehr wichtig!

00:08:40: Dass es nicht nur glatten Rasen ist aber dass wir ja auch die Bio- diversität mit bedienen.

00:08:45: Das ist mir tatsächlich aufgefallen als ich hier schon lang gegangen bin.

00:08:49: Man geht ja so eine ganze Weile am Zaun lang bevor man da ins La Boa Gebäude geht, wo ich erst falsch war.

00:08:54: Ist mir wirklich aufgefallen.

00:08:56: sehr schön!

00:09:02: So Nicole jetzt sind wir ein paar Meter gelaufen über eine Brücke zu euren Feldern und hier blüht ja schon jede Menge.

00:09:08: man sieht Salatköpfe, man sieht zwischendurch mal Blümchen.

00:09:12: Wir haben hier Radieschen vor uns direkt den Weißkohl Sieht schon ganz gut aus ist noch nicht ganz reif.

00:09:17: sechs schöne Pflanzen Zwischen drinnen sind Blümchengepflanze nämlich Tagetes.

00:09:22: Worauf achtest du jetzt, wenn wir über Fraßfeinde sprechen?

00:09:26: Wenn wir über die Kommunikation unter den Pflanzen also mit vielleicht Insekten aber auch so vielleicht mit den anderen Pflanzen sprechen.

00:09:33: Worauf achtest du als allererstes?

00:09:35: Also allererstes war, dass meine Leidenschaft ist in die Insekten.

00:09:38: Was rist da an diese Pflanzen?

00:09:41: Und ja ich habe hier schon ein bisschen rum geschaut.

00:09:43: man sieht schon ein paar Löcher im Blätter das könnte ein Kohlweißlingraube sein und man sieht auch vielleicht Fraschaden von Blattläuse oder weiße Fliege.

00:09:51: die sind auch sehr viel vorkommend auf Kohl.

00:09:55: und was interessant es weil hier auch dieses Tagete steht.

00:09:57: Das ist auch eine Pflanze, die ist bekannt.

00:10:00: Dass sie Insekten wegjagen kann.

00:10:03: also die scheidet Stoffe aus Die andere Insekte ober- und unterirdisch nicht schön finde Und die jagt ihr dann halt weg.

00:10:10: Also dies irgendwie so wie ne Ganz hübsche, muss man sagen.

00:10:13: Schutzpflanzen daneben gepflanzt hier und diesen kleinen Garten.

00:10:17: Ja die sieht ganz gut aus aber ich finde auch dass sie nicht gut riecht.

00:10:20: Ich würde davon dann auch Abstand nehmen vom Kohl.

00:10:23: Weil die Kohlpflanze damit geholfen ist wenn die sich das vielleicht schön aber natürlich wir pflanzen Kohl an um das zu essen.

00:10:30: Aber hier ist es wirklich so eine Art natürliche Weg um die Pflanzen zu schützen ohne dass man synthetische Schutzmittel einsetzt ja die dann auch öfter mal giftig sind für uns oder andere Insekten, die man gar nicht verjagen will.

00:10:44: Zum Beispiel die Bienen.

00:10:46: Ja und darum geht es ja auch vor allen Dingen, dass man die Biodiversität erhält und nicht mit Pestiziden, die auch giftig sein können für den Menschen.

00:10:55: das vermeidet richtig?

00:10:57: Das ist richtig!

00:11:00: größere Gründe, wieso ich diese Fachgebiete auch eingestiegen bin.

00:11:03: Weil ich dachte man wenn nicht einmal so eine Vorlesung gehört haben Pflanzen können sich selber auch verteidigen.

00:11:08: das fand ich total spannend.

00:11:10: und ja das ist jetzt noch immer so dass wir versuchen das hier so dieses Wissen zu erregen und dann auch umzusetzen damit wir Landwirte und Landwirten helfen können oder auch Erpflanzenzüchter dieser Natur Naturstoffe sozusagen einzusetzen für die Eigenabwehr der Pflanze, damit die sich selbst verteidigen können und wir nicht wieder überall mit der Spritze reingehen müssen.

00:11:34: Natürlich müssen wir da immer dafür sorgen dass das auch zu reichend ist, damit wir auch was zu essen haben.

00:11:39: Zureichend gesundes Essen ist auch eine von unseren Missionen hier, dass wir dafür sorgen aber dann auch mit Erhalt von der Biodiversität.

00:11:49: Jetzt hast du schon den Kohl Weisling erwähnt und hinterlässt ihr auch Raupen?

00:11:54: Ich frage mich gerade ob unser Weißkohl hier vorne weiß, welches Insekt, welcher Schädling gerade an ihm nackt knabbert oder auf ihm seine Eier ablegt?

00:12:06: Ja das ist sehr interessant.

00:12:07: Das ist auch von der letzten, sagen wir mal, zwanzig dreißig Jahre sehr viel erforscht und wir wissen dass die Pflanze weiß wird er fressen!

00:12:15: Ich weiß auch, dass der erste Forscher oder Forscherinnen, Publiziert haben die alle gesagt, das glauben wir gar nicht.

00:12:22: Eine Pflanze ist doch passiv!

00:12:24: Die kann das doch gar nicht wissen... Alles was in ihr knabbert, das hinterlässt seine Spure.

00:12:31: Zum Beispiel eine Raubbe.

00:12:32: die hat Speicher und wenn man da die Fein fängt zu knabberen in diese Speicher sind Stoffe, die irgendwo an die Pflanze von der Pflanzer erkannt werden und damit dann kann die Pflanzen sagen mal eine Kaskade von Signalstoff löst sie aus und die Kaskada vom Signalstoff leidet wieder dazu dass die Gene anscheiden.

00:12:51: Die Gene machen wieder Proteine und Enzymen und die machen dann wieder diese Abwehrstoffe.

00:12:56: Also die Pflanze weiß wirklich, frisst da jetzt eine Raupe.

00:13:00: Ist das vielleicht ein Blattlaus?

00:13:02: Ein Blattlaus, der sticht irgendwie und hat auch andere Speicherkomponente natürlich.

00:13:07: oder ist es vielleicht meine Wurzer, diese kleine Käufliege, die fressen an den Wurzeln?

00:13:13: Das kann die ganz genau erkennen und auch dementsprechend ganz präzise darauf reagieren.

00:13:21: Jetzt hat ja unser Weißkohl oder eben die anderen Pflanzen keinen Martinshorn.

00:13:25: Wie schlagen sie denn eigentlich Alarm?

00:13:27: Und was passiert dann in den ersten Minuten nach so einem Angriff?

00:13:31: Ja, also die können auch Alarm schlagen und locken da mit sogenannte Bodygas.

00:13:36: Das heißt das ist so publiziert geworden dass die Bodygas anlocken.

00:13:40: Und wie geht es?

00:13:41: Also die Raupel fängt an zu fressen Die Pflanze nehmt war hey!

00:13:44: Das ist eine Raupe nicht irgendwie ein Haagestein könnte auch sein.

00:13:48: ich muss reagieren vielleicht natürliche Feinde von dieser Raupen anlocken.

00:13:53: Und was dann passiert ist, dass die dann Duftstoffe produzieren und die Duftstoffen werden ausgesendet und es gibt natürlich immer Schlipwestben oder auch manchmal Raubmilben, die sind in der Gegend und suche ihre Beute.

00:14:06: Das sind die Guten?

00:14:07: Das sind sie

00:14:07: guten!

00:14:08: Die fressen dann halt die Rauben oder legen ihre Eier ab in eine Raube damit das nicht wieder ein Schmetterling mit zweihundert Eiern usw.

00:14:15: und so fort wird.

00:14:17: Also die werden eingelockt von dieser Duftstoffe und auch da ist das Signal ganz präzise, weil nicht alle Schlüffwespe können Eier ablegen zum Beispiel in der Raupen einer Kohlweißling.

00:14:27: Und diese Stoffe erhalten also ganz präsise Informationen wer da frisst.

00:14:34: Auch hier die Pflanze weiß es sind kohlweiße Weißlingen und reagiert dementsprechend gibt sie ganz présise Signale an dieses Schlüppwespen, die sie braucht.

00:14:43: Das ist wirklich interessant.

00:14:44: Übrigens nicht wundern, wenn hier öfter mein Flugzeug über uns fliegt.

00:14:47: wir sind nicht weit entfernt vom Flughafen Willy Brandt also BER ja aber sehr praktisch für dich.

00:14:54: dann kannst du gleich auf die Konferenzen immer fahren.

00:14:56: Ja

00:14:56: so ist das aber ja nur gut.

00:14:58: hier sind wir nah im Flughafen.

00:15:00: Du hast die Sprache erwähnt?

00:15:02: Ein

00:15:02: tausend Duftstoffe hat so eine Pflanze!

00:15:05: Das ist ja ein Wahnsinn.

00:15:08: Also nicht ein Tausend eine Pflanze, würde ich sagen.

00:15:10: Ein tausends Stoffe, Duftstoffe gibt es dann auch vielleicht hunderte?

00:15:14: Okay, da hatte ich das falsch interpretiert.

00:15:16: danke!

00:15:16: Alle Stoffen zusammen, tausende.

00:15:18: also sie produzieren viele Duftstoffe und macht ja irgendwie in Art wie Parfüm.

00:15:23: Ja man kann viele Parfümenarten kaufen aber die durften nicht alle gleich.

00:15:27: Und diese Mischung von der verschiedene Duftstopfe macht dann aus, erst mal welche Pflanzeart es ist.

00:15:35: Das können wir manchmal selber auch schonmal wahrnehmen nicht zu sehr an der Pflanzeit an die Blätter aber Blüte man weiß ja eine Rose riecht anders als Nelke oder was anderes das kann man feststellen.

00:15:47: Aber da drinnen ergibt es dann nochmal die Möglichkeit, mit diese Duftstoffe so zu mischen.

00:15:52: Also eine Pflanze, sagen wir mal ihre Gemisch ist dann auch noch weder ganz spezifisch für Werder Frist und ein sehr zuverlässiges Signal.

00:16:00: Und so denkt man auch dass das evolviert ist wie zuverlässiger dieses Signal ist, wie zu verlässig auch die Schlüpfeste bekommen und die Raupen sozusagen ihr Eier ablegen und die Pflanzen helfen diese Schaden von den Fraßweinen zu reduzieren.

00:16:18: Wahnsinn, also hat so eine Pflanze durchaus Abwehrmechanismen!

00:16:22: Jetzt kommen wir noch mal auf unseren Kohl zu sprechen.

00:16:24: Warum produziert ein Kohl eigentlich Senf-Öle?

00:16:27: Also Kohl spielt ja in unserer Podcastreihe die Hauptrolle.

00:16:31: Ich habe mich schon mit Franziska Hanschen über die Glucosinulate unterhalten.

00:16:35: Ja warum produziert der Kohl das eigentlich?

00:16:38: Sicherlich nicht, damit er für uns so lecker schmeckt.

00:16:40: Ja wobei es auch noch so ist dass manche Leute überhaupt finde, dass es nicht zu lecker schmeckt.

00:16:45: und dann kommen wir irgendwie auch sofort auf das Thema wieso die das produziert?

00:16:49: weil sie möchte eigentlich auch gar nicht leckerschmecken weil die macht diese Senfglikosin oder Glikosinnlater um sich zu wehren gegen allerhand Frasfeine und das macht sie sowohl obererdisch als unterirdisch.

00:17:01: auch die Wurzer werden angegriffen von allerhand frasfeinde zum Beispiel nehmert Tode kleine Fadenwürmchen, die da an die Wurzer fressen.

00:17:08: Und die Pflanze versucht sich so zu wehren gegen diese Frasweine.

00:17:13: Aber manchmal versagt sie dann trotzdem.

00:17:15: also es gibt den Kohlweißlingen das ist ja dieser Schmetterlinge Es gibt eine Kohleule, so eine Raupel sicherlich noch sehr viel mehr Schädlinge

00:17:25: und

00:17:26: wenn jetzt Stoffe der Abwehr dienen und ich bleibe mal bei unserem Weißkohl, wenn er schon weiß wie er sich wehrt Ja, warum schaffen es einige Schädlinge dann trotzdem den Anzug knabbern?

00:17:38: Das kommt weil wir über ganz lange Zeit die Schädlings und die Pflanzen zusammen evolviert sind.

00:17:45: Die Schädlingen, die ihr schafft auf den Kohl zu fressen oder spezialisiert sind haben irgendwie ein Mechanismen um diese Senfbombe zu entschärfen.

00:17:54: Also sie haben einen Enzym Sagt mal, dafür sorgt das sie überhaupt nicht abgeht.

00:18:00: Sie haben Enzyme die dafür sorgen wenn die abgeben und diese scharf schmeckende Stoffe geformt werden auch für manche Insekten toxisch sind um die abzubauen um irgendwie schnell zu entsorgen damit es den nicht beinträchtigt.

00:18:13: Das heißt die sind so angepasst dass dieses Stoff gar nicht mehr wirken eigentlich sozusagen Gut, dann ist es an der Kohl jetzt den nächsten Schritt zu nehmen als eine neue Stoff, sag mal so entwickeln oder durch Zufall.

00:18:27: Ist das natürlich wird das dann entwickelt?

00:18:29: Züchter können da natürlich auch züchten.

00:18:32: also wenn man neue Gemüse und neue Kohlarten züchtern möchte und die Resistenz hingegen zum Beispiel diesen Kohlenweiß legen muss man erstmal rausfinden gibt es vielleicht andere Stoffe?

00:18:41: weil der Koll produziert nicht nur diese Stoffen aber ganz andere Stoffs Klassen die man sagt mal dafür einsetzen könnte, dass ich züchte dann ein Kohl der vielleicht auch mehr auf diese Bodyguards einsetzt.

00:18:55: Der mehr flüchtige Stoffe macht sofort er angegriffen wird und somit die Kohlweißling-Raupe so entsorgt das sie von Feinde gefressen

00:19:04: werden.".

00:19:05: Das ist dann dem Fingerspitzengefühl von Züchterinnen zu überlassen?

00:19:10: Wollen wir mal einen Schritt weiter gehen?

00:19:12: zu den Radieschen?

00:19:14: Ja, eigentlich nur ein Meter weiter sieht man hier die Radieschen und eins ist schon oder eigentlich fast alle sind so angeknabbert.

00:19:21: Sieht jetzt nicht ganz so toll aus.

00:19:23: auch hier nebenan sind die Blätter angeknabbert.

00:19:26: Er ahnst du welcher Schädling da dran war oder woran es überhaupt liegt?

00:19:31: können verschiedene Schädlinge sein, aber ein Schädlingen der auch sehr viel unterirdisch frisst ist die kleine Kohlfliege.

00:19:37: Das heißt, die Kleine Kohl fliege, die fliegt hier rum und legt ihre Eier ab bei einem Wurzel oder an dem Redischen.

00:19:44: Und wenn die Eier schlüpfen, die graben sich ein und fressen dann in den Wurzeln.

00:19:50: Die machen da natürlich auch Schaden.

00:19:52: und das könnte es zum Beispiel sein was man hier auch in einer Redische und was man normalerweise nicht sieht bis man diese Erntet.

00:20:01: und dann plötzlich sieht man, da war schon jemand da und hat schon mal dran gefressen.

00:20:04: Und das sieht natürlich unschön aus!

00:20:06: Ja die haben dann auch so braune Stellen.

00:20:08: Ich finde es auch gut dass du mal den Blick von der überirdischen Seite in den Boden längst.

00:20:14: Also was passiert bei den Wurzeln?

00:20:16: Ja, wie kann sich denn hier eine Pflanze wehren?

00:20:18: Gibt es da auch irgendwelche Abwehrmechanismen?

00:20:22: Eigentlich gibt's ja die gleiche Möglichkeit wie obererdisch.

00:20:25: Da haben auch direkte Abwehre.

00:20:26: also diese Glycosinolaten werden auch in den Wurtzen sehr viel produziert und können auch nicht angepasste Frasfeinde natürlich Abwehren.

00:20:38: Die Duftstoffe gibt es auch im Boden, das war eine neue Erkennung.

00:20:44: Man denkt immer Duftstoffe fliegen in der Luft aber die bewegen sich auch in den Böden und können z.B.

00:20:50: Ämptomopatogenenemathoden.

00:20:52: Das sind diese Fadenwürmchen, die zum Beispiel Insekten befreien.

00:20:57: Die kriegt man zum Beispiel auch, wenn man so kleine Fliegen im Töpferde hat.

00:21:00: Dann kann man die auch bestellen.

00:21:01: Da kann man sie online oder beim Baumarkt kaufen.

00:21:03: Die Schlupfwesten auch?

00:21:05: Ja, Schlupfest-Beauch und die bekämpfen dann halt die Puppen in den Boden oder die Larven in dem Boden.

00:21:10: Die gehen ins Körper von den Insekten hinein und fressen die in den Haus rauf.

00:21:16: Ist ja ein bisschen gruselig an, aber so ist natürlich die Natur.

00:21:21: Man frisst oder wird gefressen?

00:21:24: Es sieht wirklich grusulich aus!

00:21:25: Ich habe deine Präsentation gesehen und es sieht auch gruslig aus wenn die Schlupfen ihre Eier in eine Raub belegen.

00:21:31: Das

00:21:31: ist auch

00:21:32: ziemlich eklig, aber ich sage mal der Kohl dankt es oder das Gemüse was gerade angefressen wurde.

00:21:38: Das heißt, Pflanzen können auch Verbündete anlocken.

00:21:40: Das ist ja sehr clever.

00:21:42: und vor allen Dingen ich habe über diese kleine Kohlfliege gelesen dass da selbst wenn man mit einer Chemiekeule kommen würde das den mich gar nicht so tief in den Boden einsickert und außerdem will man es ja auch nicht

00:21:54: haben Ja, das ist so.

00:21:57: Da gibt es auch jetzt Probleme weil man beizt noch immer die Samen ausseht und dann hat man da einen kleinen Schicht herum und da könnte man auch diese Pflanzenschutzmitter damit aufbringen.

00:22:08: aber manche sind jetzt verboten für gute Gründe weil sie auch nicht schädlinge giftig sind und das wollen wir ja nicht.

00:22:18: Und im Brunnen ist es immer schwierig.

00:22:20: Aber auch da könnte man vielleicht, und wir haben auch ein Projekte auf, dass man guckt welche Pflanzen das dann in Raps?

00:22:27: Das ist natürlich eine der Kohlfamilien kann man da irgendwelche Naturstoffe oder Pflanzenstoffen finden die mit Resistenz verbunden sind gegen diese Larven.

00:22:38: Und da haben wir schon einige Möglichkeiten und wir arbeiten auch sehr eng zusammen mit Züchtern, die da Interesse drin haben weil die wollen natürlich ihre Samen verkaufen mit Resistenz.

00:22:49: Und da gibt's Möglichkeiten, also es ist nicht einfach aber gut dafür sind wir ein Forschungsinstitut.

00:22:54: Wir nehmen diese Sachen an und versuchen das Wissen zu erregnen was dann wieder in die Praxis geht damit auch ja die Biodiversität damit unterstützen können damit wir keine Pflanzenschutzmitte mehr einsetzen müssen.

00:23:08: Zusammengefasst wie trägt eigentlich dein Job?

00:23:12: immerhin hier als Direktorin, als wissenschaftliche Direktorinnen und damit Leiterin dieses Leibniz-Instituts für Gartenbauwissenschaften dazu bei die Biodiversität zu erhalten.

00:23:23: Ja also das geht in zwei Seiten an.

00:23:26: eine Seite ist von der Nutzpflanze her.

00:23:28: wir benutzen diese Diversität auch diese chemische Diversitet die da ist um zu sorgen dass die Pflanze sich besser wehren kann oder auch mehr gesundes für uns.

00:23:37: das ist dann mehr das Thema vom Franziska Hanschen.

00:23:41: Zweitens, durch meine Forschung erhoffe ich, dass wir die Pflanzen besser werbar machen.

00:23:46: Selbst werbar und dass wir da weniger von diese synthetische und giftige Pestiziden einsetzen müssen.

00:23:54: Natürlich müssen wir auch dafür sorgen, dass es zu reichen zu Essen gibt und das die Landwirte und Landwirtinnen auch ihr Geld verdienen können.

00:24:00: Also muss natürlich passend sein aber darauf trage ich mit meiner Forschung doch sicherlich am Bei, dass das jetzt besser wird Mit weniger Spritzen, auch die Biodiversität in unserem Umwelt besser geschützt wird oder nicht gefährdet werden.

00:24:20: Inzwischen hat es angefangen zu regnen und deswegen gehe ich jetzt mit Nicole van Damme in ein Gewächshaus.

00:24:30: Was haben wir denn hier?

00:24:31: Hier sind doch wieder Kohlpflanzen.

00:24:33: Ja, das sind die Kohl-Pflanzen, die werden vorbereitet für den Feldversuch und wir haben so ein Käfiggewächshaus, das ist heifoffen, damit sie akklimatisiert werden an dem äußeren Umstände, dass sie nicht sofort von einem Gewächshaushouse warm und gemütlich ist im Feld gehen.

00:24:51: Also die stehen hier, die werde ich nächste Woche eingepflanzt für irgendeinen Versuch.

00:24:55: Ich kann es genau sagen welches aber ja...

00:24:58: Genau, das ist ja nämlich so ein halb offenes Gewächshaus.

00:25:00: Also hier kommt durchaus Luft rein.

00:25:02: Welche Kohlpflanzen sind das?

00:25:04: Ich schätze so dass es auch Weißkohl ist.

00:25:06: also Rotkohl wäre rötlicher gewesen und das haben Rosenkohle hätte auch andere Blätter gehabt.

00:25:11: Schätze so Weißkoil!

00:25:12: Ja ich greife nochmal diese Pflanzen-Insekteninteraktion auf.

00:25:17: Ist das so ein ständiges Wettrüsten zwischen Pflanze und Insekt?

00:25:21: Ja, so kann man das eigentlich sehen.

00:25:22: Also Pflanzen und Insekten ziehen schon Millionen Jahre auf den Welt und interagieren mit einander und haben in laufender Zeit natürlich diese Abwehr die die Pflanzen entwickelt, die dann wieder von der Insekte irgendwie andere Mechanismen entwickelt sind, die das wieder durchbrechen.

00:25:37: ist es irgendwie so ein Wettrüsten geworden wodurch auch immer wieder neue Schritte in dieser Koevolution wie das heißt genommen werden?

00:25:47: Wie können wir jetzt dieses ganze Wissen nutzen, um weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen und trotzdem gesunde Ernten zu erzielen?

00:25:55: Das können wir damit wir selber erstmal versuchen zu verstehen wie hat die Pflanze über diese Millionen Jahre nie aus.

00:26:01: Ohne unsere Hilfe ich sag dann immer meine Vorlesungen haben auch die Dinosauri überlebt.

00:26:06: das waren riesig große Fraßfeine.

00:26:09: Diese Mechanismen die entwickelt haben versuchen zu verstehen damit wir die, sag mal in der Pflanzeszüchtung auch einsetzen können um damit resistentere Pflanze zu züchten.

00:26:20: Falls ihr euch wundert was hier so prasselt es hat jetzt inzwischen richtig starker Regen eingesetzt.

00:26:26: aber ich habe nur noch ein paar wenige Fragen.

00:26:28: Können Hobbygärtner auch etwas von dieser chemischen Kommunikation der Pflanzen lernen und gleich in ihrem eigenen Garten umsetzen?

00:26:35: Ja das können sie damit sich zum Beispiel auf die Umstände günstlich machen für diese natürliche Feinde, also dieses Schlückwesb usw.

00:26:44: und sofort.

00:26:45: oder auch Marinekäfer sind auch sehr bekannt dass sie die Blattläuse fressen und dafür sorgen das die Pflanze in der Nähe haben die sie anlochen.

00:26:53: man kann auch diese Tagetespflanzen zwischen den Reihepflanzen um damit zu sorgen dass die Luftstoffe die uneingenehm für die Insekten sind dass die mit ihr wegjagen.

00:27:04: was kann man noch mehr machen?

00:27:05: Man kann natürlich die Sorten aussuchen die schon selber viel Abwehr haben Muss man natürlich gucken, dass das ein Optimum ist zwischen was man dann selber noch lecker findet und diese Abwehrstoffe.

00:27:17: Weil man nicht alle Menschen findet diese zum Beispiel Bitterstoffe von Glucocinyladen sehr schön.

00:27:22: Aber ja, man kann einiges machen oder Pflanzen mischen also nicht nur einen Kohlfeld aber auch mit anderen Pflanzen zusammenpflanzen damit da die Insekten ein bisschen schwieriger haben, die es zu finden.

00:27:34: z.B.

00:27:36: Welche Fähigkeit von Pflanzen beeindruckt dich?

00:27:40: bis heute am meisten.

00:27:42: Das ist eine gute Frage, weil ich bin sehr beeindruckt von was die Pflanze alles können.

00:27:45: also ich denke die Wahrnehmung wer frisst da?

00:27:49: Wir haben mal einen Versuch publiziert eine Weile her dass diese genau wissen welche Art von Raupen da fressen nicht es frist dann nur in der Raupe aber es frisst dieser Raupe da und ganz genaue Duftstoffe auslernen die auf dieser Raupa ausgerichtet sind.

00:28:04: ja das ist natürlich finde ich sehr schlaue Strategie, aber auch sehr beeindruckend.

00:28:08: Wie kann die Pflanze das tun?

00:28:12: Wir haben ja in dieser Podcast-Reihe bereits über sekundäre Pflanzenstoffe, Geschmack, alte Sorten, Genbanken, genetische Vielfalt gesprochen.

00:28:20: Würdest du sagen, dass Pflanzen, Insekteninteraktionen letztlich der Motor hinter dieser ganzen Vielfald

00:28:26: sind?

00:28:27: Ja, da sind sie es zum Teil auch.

00:28:28: Das ist auch bewusst.

00:28:29: also Insekte sind die Arten größter Gruppe von Organismen auf diese Erde Und es gibt sogar Anweisungen, dass dieses Wettrüsten zwischen Pflanzen und Insekten dazu beigetragen hat.

00:28:41: Dass sich auch Sorten in Zweie gespalten haben.

00:28:43: Vielleicht eine Zweik, die sich angepasst hat an bestimmte Pflanze mit bestimmter Abwehrstoffe.

00:28:49: Eine andere Zweik der das nicht geschafft hat oder wieder eine andere Pflanzer angepasste hat.

00:28:55: Das glaube ich sehr!

00:28:56: Da gibt's auch Daten und Anweisung dafür, dass das so ist.

00:28:59: Diese Kohlpflanzen hier sehen übrigens alle noch sehr gut aus.

00:29:02: Also da war noch kein Insekt dran, aber die stehen ja auch sehr geschützt!

00:29:07: Also was ich heute mitnehme ist, Pflanzen sind sehr viel aktiver als wir lange gedacht haben.

00:29:11: Die locken sogar Verbündete an können sich dadurch verteidigen sie kommunizieren untereinander oder eben auch mit Insekten und reagieren damit erstaunlich präzise um sich zu wehren.

00:29:23: Und ich wette dass wir jetzt alle als Verbraucherinnen mit etwas mehr Respekt unsere Kohlköpfe oder alles andere an Gemüse verspeisen weil wir jetzt wissen die haben es bis hierhin auf unseren Teller geschafft.

00:29:34: leider können Sie sich nicht mehr wehnen.

00:29:37: Herzlichen Dank auch an Dich Nicole für diese faszinierenden Einblicke in die verbraugene Welt der Pflanzen, Insekteninteraktion.

00:29:44: Herzlichen dank.

00:29:45: und denke Sie da an essen sie immer ihre Rosenkohl weil das gesund ist für sie.

00:29:50: Absolut!

00:29:51: Das ist nämlich dann noch das Thema einer weiteren Folge.

00:29:54: Genau!

00:29:55: Du magst ihn selber nicht.

00:29:56: Ich mag Rosenkohl sehr, aber mein Mann mag die nicht.

00:29:59: Und in der Zeit, dass wir Kinder hatten und die mögen die auch beiden, müsste er sie essen – und da hat ja immer die Green Bulls from Hell genannt!

00:30:08: Aber die hat die gegessen jetzt, denn die Kinder wohnen jetzt, studieren jetzt irgendwo anders und jetzt essen wir die auch nicht mehr, aber ich mag die übes gerne.

00:30:15: Also wenn Sie mich mal einladen für ein Rosenkohlmal dann komme ich Kerne vorbei, mein Mann kommt nicht mit aber...

00:30:22: Hast du einen Lieblingsgericht

00:30:23: mit Rosenkohl?

00:30:24: Mit Rosenkohl.

00:30:25: Ich mag die so.

00:30:27: leicht gekocht und dann gegrillt, das ist sehr gut.

00:30:30: Also mal kurz kochen, also ein Mikrowelle mit Wasser danach, nochmal kurz in der Pfanne ... Sehr lecker!

00:30:38: Irgendwann wird es ein Kochbuch geben hier über Kohl- und anderes Gemüse vom Leibniz Institut für Gartenbauwissenschaften in Groß Bern, in der Nähe von Berlin.

00:30:47: Danke dir Nicole!

00:30:47: Gerne,

00:30:48: gerne!

00:30:50: Das

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00:31:04: Bund ist gut entsteht im Rahmen des Projekts Sharp Greens am Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften und wird in Erforschungsinitiative für den Erhalt

00:31:14: der Artenvielfalt

00:31:15: durch das Bundesministerium

00:31:16: für Forschung,

00:31:17: Technologie und Raumfahrt gefördert.

00:31:20: Bis zur nächsten

00:31:21: Folge.

00:31:22: und denkt dran, bunt ist gut.

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